Gegen die Verharmlosung von Faschisten

Wir teilen die Distanzierung des Fraktionsvorsitzenden der Linken im Bundestag, Gregor Gysi, und der beiden Parteivorsitzenden, Katja Kipping und Bernd Riexinger, von Sevim Dagdelen nicht. Eine Verharmlosung und Relativierung der fortgesetzten Beteiligung von Faschisten an der ukrainischen Regierung wie durch die Fraktionsvorsitzende der Grünen Katrin Göring-Eckardt in der Bundestagsdebatte vom 4. Juni 2014 geschehen („Sie reden hier wieder von dem Einfluss der Neofaschisten in der Regierung der Ukraine – meine Güte.“), verurteilen wir hingegen scharf. Sevim Dagdelen danken wir für ihre klaren Äußerungen im Deutschen Bundestag.

mehr zum Hintergrund…

Wir distanzieren uns nicht

Wir solidarisieren uns mit Sevim Dagdelen gegen die Verharmlosung von Faschisten.

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ErstunterzeichnerInnen:
Konstantin Wecker (Liedermacher)
Esther Bejarano (Vorsitzende des Auschwitzkomitees, Ehrenvorsitzende der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA)
Cornelia Kerth (Vorsitzende der VVN-BdA)
Monty Schädel (Bundessprecher Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen)
Kutlu Yurtseven (Microphone Mafia)
Peter Strutynski (Sprecher Bundesausschuss Friedensratschlag)
Zeynep Eksi (Bundesvorsitzende Föderation demokratischer Arbeitervereine)
Dr. Axel Holz (Vorsitzender der VVN-BdA)
Eckart Spoo (Publizist, Mit-Herausgeber der Zeitschrift Ossietzky)
Yücel Özdemir (Deutschland Korrespondent Tageszeitung Evrensel, Vorstandsmitglied DJU Köln)
Laura von Wimmersperg, Sprecherin Friedenskoordination Berlin)
Erdogan Kaya (Sprecher ver.di Bundesmigtrationsausschus)
Hayri Cakir (DGB-Vorstand Krefeld)
Rolf Zwick (Betriebsrat Arcelor Bremen, IG Metall VKL)
Salih Uysal (Betriebsrat Johnson Control Bochum)
Mehmet Yildiz (MdHB)
Heike Hänsel (MdB)
Alexander Neu (MdB)
Sidar Demirdögen (Vorsitzende Bundesverband der Migrantinnen)
Martin Budich (boalternativ.de)
Erman Oran (Gewerkschaftssekretär IG BAU Köln-Bonn)
Ulla Jelpke (MdB)
Annette Groth (MdB)
Karin Binder (MdB)
Eva Bulling-Schröter (MdB)
Niema Movassat (MdB)
Inge Höger (MdB)
Andrej Hunko (MdB)
Pia Zimmermann (MdB)
Hubertus Zdebel (MdB)
Ruth Firmenich (Parteivorstand Die Linke)
Ali Al Dailami (Parteivorstand Die Linke)
Sabine Wils (Parteivorstand Die Linke)
Nina Eumann (Parteivorstand Die Linke)
Claudia Haydt (Parteivorstand Die Linke)
Ida Schillen
Sabine Lösing (MdEP)
Judith Benda (Parteivorstand Die Linke)
Wolfgang Zimmermann

weitere UnterzeichnerInnen
1,786Inge KrugVellmar34246Mrz 19, 2017
1,785Raja AhmadBerlinKuratorDez 08, 2015
1,784Thomas SchiefkeHannoverNov 16, 2015
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1,771Fred KerstenDuisburg/ NordGrameen Foundation/ making a living for poor women (Volunteer) and future organizator in the Philippines.Sep 08, 2014
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1,759Sabine BrettfeldBerlinAug 03, 2014
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1,757Andreas TiggesAachenAug 01, 2014
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1,755Marcel PowelleitWeilburgJul 31, 2014
1,754Holger MoosbauerJul 31, 2014
1,753mecki HartungJul 27, 2014
1,752Garnet BräunigHamburgMitglied der LinkenJul 26, 2014
1,751Tim EngelsDüsseldorfJul 24, 2014
1,750Isabel ErdemBerlinLinke Tempelhof-Schöneberg (Berlin)Jul 23, 2014
1,749Tobias BaumannBerlinDie Linke.Tempelhof-Schöneberg, Mitglied BezirksvorstandJul 22, 2014
1,748Andreas PunkeBremenStinknormales ParteimitgliedJul 19, 2014
1,747wolfgang kronschwitzradebergPDL radebergJul 18, 2014
1,746Cato-Irmela DiezKarlsruheVVN-BdAJul 17, 2014
1,745Kais SabeikKölnMahnwache KölnJul 16, 2014
1,744Helmut CieslaHirschbergJul 16, 2014
1,743Merve HähnelRostockDie LINKEJul 16, 2014
1,742Justus VarbelowBündnis gegen Rassismus und Faschismus Rastatt/MurgtalJul 14, 2014
1,741Thomas DietzelHofheimLinkes Bündnis HassbergeJul 13, 2014
1,740Jens SchneiderOV Die Linke Idar-ObersteinJul 13, 2014
1,739Hartmut DresselJul 13, 2014
1,738christian scholzPanketalJul 12, 2014
1,737Karina OssendorffJul 12, 2014

74 Gedanken zu „Gegen die Verharmlosung von Faschisten

  1. Wer nicht den Mut hat, um aufzustehen gegen Faschismus und Unterdrückung und Schweigen, der ist ein Mitläufer und ist mitschuldig. Mein Vater hat sich in der DDR geweigert an der Waffe auzubilden und über Kollegen zu berichten. Er wurde verhaftet. Ich habe als Manager gegen Ungerechtigkeit an Kollegen protestiert und wurde entlassen. Ich bekam nie wieder eine Manager-Stelle. Zivil- Courage kann sehr zertörend für das Leben sein.

    Fred Kersten

  2. Was hat Sevim Dagdelen mit diesem Brecht-Zitat eigentlich gesagt? Es ist zumindest nicht völlig klar, dass die Grünen nicht doch eher unglaublich dumm sind, wenn man bedenkt, dass Ihnen die Welt in den bürgerlichen Medien durch die rosarote NATO-Brille präsentiert wird. Was allerdings völlig klar ist, ist dass diejenigen Linken, die sich von ihr distanziert haben, weil sie bald mit den Grünen zusammenregieren wollen, wirklich Verbrecher sind nach dieser Definition Brechts.

  3. Persönlich wert-schätze ich Katja , Bernd und Gregor aus verschiedenen Gründen.
    Katja und Gregor, weil sie einen Super-Wahlkampf zur BT-Europa-und Kommunahlwahl zusammen mit uns allen (!) und den Sympathisanten der LINKEN,-zu denen ich mich als parteilos-bewußter Wähler auch zähle,-hingelegt haben.
    Bernd, weil ich seine Unterstützung für den Widerstand gegen „Stuttgart 21“ – einem der größten neoliberalen betrügerischen Großprojekte,- hervorheben möchte. Ich finde auch, wir sollten uns bei unserer (berechtigten) Kritik an die drei p e r s ö n l i c h wenden; ich werde das jedenfalls machen.

    Aber genauso solidarisiere ich mich mit Sevim und Danke Ihr ausdrücklich für Ihre kristallklare Äußerung . Sie l e b t damit echte Oppostion 😉 !

    Çok teşekkür ederim! Liebe Sevim- Her yer Taksim-her yer direnis 🙂

  4. Vielen Dank für Deinen Mut und Deine Konsequenz, liebe Sevim Dagdelen. Wir schätzen Gregor Gysi eigentlich sehr. Schade, dass er sich von Dir distanziert hat, denn wir finden deine Worte, Dein Auftreten, Deine klaren antifaschistischen und internationalistischen Inhalte richtig und unterstützenswert. Wir haben Angst um unsere Verwandten und Freunde im Donbass.
    Maya und Marky

  5. Bei

    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58904

    werden mögliche Zusammenhänge erörtert. Es heißt dort:

    Die Führung der als kriegsablehnend geltenden Partei „Die Linke“ sucht den Anschluss an die offizielle deutsche Außen- und Militärpolitik. Erst unlängst erklärten leitende Funktionäre der Organisation, eine künftige Koalition mit der zur Zeit an der Regierung beteiligten SPD werde „an der Außenpolitik nicht scheitern“.

    Weiter schließt der Autor:

    Unterdessen müssen Antimilitaristen innerhalb der Linkspartei damit rechnen, dass sich die Parteiführung bei nicht genehmem Verhalten von ihnen distanziert. Zuletzt war der brandenburgische Landtagsabgeordnete Norbert Müller hiervon betroffen; er hatte Bundespräsident Gauck einen „widerlichen Kriegshetzer“ genannt.[9] Auch die Bundestagsabgeordnete Sevim Dagdelen handelte sich unlängst eine Rüge der Parteispitze ein. Nachdem die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, den Verweis auf die Beteiligung neofaschistischer Organisationen an der ukrainischen Regierung als „billigste(n) Populismus“ abqualifiziert hatte, hatte ihr Dagdelen ein Zitat des Dichters Bertolt Brecht vorgehalten: „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“[10] Die Führung der Linkspartei ist nun offenbar ihrerseits auf dem Weg, den Antimilitarismus dem politischen Anschluss an die offizielle deutsche Außen- und Militärpolitik zu opfern – als Preis für eine künftige Regierungsbeteiligung.

    Ein lesenswerter und eventuell „anregender“ Artikel.

  6. „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: «Ich bin der Faschismus»
    Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus».“

    Ignazio Silone

  7. Es ist beschämend für diese Politiker der LINKE, der eigenen Genossin in den Rücken zu fallen, besonders, wenn sie die Wahrheit sagt. Das ist charakterlos. Bei Eurem Haufen könnt Ihr froh sein solche Menschen in Eurer Partei zu haben. Sarah Wagenknecht und einige andere ausgenommen.

  8. Als ich vor Jahren die Partei verlies, welche sich heute „Die Linke“ nennt, hatte ich meine Gründe, die ich seit dem immer wieder bestätigt fand und finde!
    Die wenigen, die ich in diesem Sammeltrog noch als „Linke“ erkennen kann, tun mir einerseits in tiefstem Herzen Leid, weil sie es dort noch aushalten und die Rote Fahne noch hoch halten andererseits zolle ich diesen Genossen meinen höchsten Respekt, daß sie es tun!
    Es gäbe für diese aufrechten Linken aber auch die Möglichkeit, sich neu zu orientieren und mit den anderen aufrechten Linken zu vereinen, was auch zur Stärkung der echten Linken insgesamt führen würde. Auf diese Falschspieler, die so erbärmlich nach der Regierungsbeteiligung schielen, können die Linken nun wirklich verzichten!
    Es ist eben höchste Zeit, sich von diesen Opportunisten zu trennen, wenn es auch ein schmerzhafter Schritt sein mag, aber Veränderung tut Not, da die Glaubwürdigkeit schon lange in Frage gestellt ist.
    Was nützt ein sich selbstverliebt darstellender G. Gysi und seine punktuell abgelieferten Schön-Reden, wenn er dann, wenn es drauf ankommt, den Schwanz einzieht wie ein feiger Schoßhund, der zwar kläffen kann, aber mehr auch nicht???
    Er kann sich ja als Redenschreiber beim rotbraunen Ober-Faschisten-Förderer Steinmeier bewerben, da hätte er eine Existenzberechtigung und wäre endlich mit an der Regierung…

    Die Geschehnisse der letzten Monate, der vom US-gesteuerten Westen organisierte und bezahlte faschistische Putsch in Kiew, die Hetze der gleichgeschalteten West-Medien gegen Russland, die permanenten Demütigungen des Russischen Präsidenten, der Krieg gegen die antifaschistischen Verteidiger des Donbass, die gesteuerte Ignoranz und Tatenlosigkeit des Westens (EU) gegenüber den vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung im Kriegsgebiet sowie der steigenden Flüchtlingszahlen, die permanenten Kriegsverbrechen durch die faschistische Junta und deren Mörderbanden, lassen mich zu dem Schluß kommen, daß wir in Deutschland eine Bundesregierung haben, die von Faschisten durchsetzt ist! Diese Regierung ist eine kriminelle Vereinigung, die vorsätzlich nicht nur dem Deutschen Volk Schaden zu fügt und damit den Amtseid gebrochen hat!
    Wann wird dieser unerträgliche Zustand beendet?
    Wo bleibt der kollektive Aufschrei der anständigen Menschen?
    Ich schäme mich, Bürger dieses Landes zu sein!
    Es wird höchste Zeit, diesen Unrechtszustand zu beseitigen!
    Wir brauchen eine richtige Verfassung und müssen uns endlich vom Joch des US-Imperiums befreien und deren Vasallen, welche sich in den Führungsebenen dieses Landes festgesetzt haben, aus ihren Ämtern und Funktionen jagen!
    Wo Unrecht zu Recht, wird Widerstand zur Pflicht!

  9. Meine Hochachtung und Unterstützung für Sevim Dagdelen für ihre Courage, das Übel beim Namen zu nennen. Bitte mehr von Leuten wie sie, dann werde ich auch Wähler der Linken. Ich fühle mich links, aber die teils sehr populistischen und systemfreundlichen Äusserungen von Linken-Politikern hatten mich bisher von dieser Partei ferngehalten. Frau Dagdelen ist aber für mich eine Orientierungsperson, an der sich die gesamte Linke ein Beispiel nehmen sollte. Ein Feind wird nicht freundlicher, in dem man ihn verharmlost und schönredet. Weiter so, Frau Dagdelen!

  10. Wann wacht diese verschnarchte deutsche Salonlinke endlich auf? Wir haben sowas wie den spanischen Bürgerkrieg oder Chile 1973 jetzt direkt vor der Nase, im Nachbarland vom Nachbarland. Der ostukrainischen Anti-Nazi-Resistance droht ein furchtbares Gemetzel Marke Odessa, was nebenbei bereits begonnen hat, und es gibt noch nicht mal nennenswerte Demos! Hallo?

  11. Alle meine Sympathie und Solidarität für eine mutige Frau, die die Wahrheit ohne Maske sagt. So tat auch Salvador Allende und dafür hat er sein Leben geopfert!
    Grüße von einem chilenischen Freund, der nicht vergisst!
    Pablo

  12. Klarheit vor Einheit.

    Kein diffuses Rost-Rosa-Olivgrün als imaginäre Macht-Option. DIE LINKE ist eine klare Alternative. Diese ist so wichtig wie noch nie.
    Darum brauchen wir Genossinnen und Genossen wie Sevim und Andre,
    die sagen was ist.
    Danke

  13. Frau Dagdelen, Sie haben meinen vollen Respekt für ihre Einlassungen zur Rede von Göring Eckardt. Das Brechtzitat war passend. Auch haben Sie nicht gesagt, dass Sie D.-E. für eine Verbrecherin halten. Und so bedauere ich auch die Distanzierung ihrer Fraktionsspitze. Ich weiß nicht, wie Sahra W. selbst Ihre Intervention aufgefasst hat. G.-E. hat sich jedenfalls „den schuh angezogen“, wofür Sie nichts können. Auf facebook habe ich Folgendes geschrieben:

    „Brecht hat Recht! Das Problem ist nur: was ist, wenn man die „Wahrheit“ nicht zur Kenntnis nehmen will, um nicht in Konflikt mit den eigenen Vorurteilen zu kommen oder z. B. mit der Fraktionsdisziplin …? Genau diese Haltung ermöglicht Verbrechen, wie die Geschichte lehrt. Vielleicht hätte Frau Dagdelen Katrin D.-E.. ein entsprechendes Wissen nicht unterstellen dürfen …“
    Der letzte Satz davon klingt ironisch, dennoch ist er auch ernst gemeint!

    Lassen Sie sich nicht entmutigen!

  14. Leider gibt es viel zu wenige politiker die ihr herz sprechen lassen und ross und reiter beim namen nennen. Ich habe große achtung vor sevim dagdelen da sie eine der wenigen ist die ihre politischen ansichten verteidigt und zu diesen ohne wenn und aber steht! Mehr von ihrem kaliber wären gut für deutschland und gut für die welt.

  15. Leider gibt es viel zu wenige politiker die ihr herz sprechen lassen und ross und reiter beim namen nennen. Ich habe große achtung vor sevim dagdelen da sie eine der wenigen ist die ihre politischen ansichten verteidigt und zu diesen ohne wenn und aber steht! Mehr von ihrem kaliber wären gut für deutschland und gut für die welt.

  16. Liebe Sevim, dass der Distanzierung Kippings, Riexingers und Gysis die Werbung Bartschs für Auslandseinsätze der Bundeswehr folgt, zeigt wohin die EU-NATO-Freunde in der LINKEn das Schiff steuern wollen. Es sind die gleichen Kräfte, die die Verweigerung der Huldigung für einen israelischen Kriegsverbrecher mit ähnlichen Sanktionen geahndet haben, die gleichen, die die Befürworter der Bombardierung GAZAs nicht aus der LINKEn ausschließen, sondern ihnen noch zentrale Funktionen im Parteiapparat zuschanzen. Gegen die fortschreitende feindliche Übernahme der LINKEn durch diese Kräfte schreibe ich schon seit Jahren an und werde deshalb seit Jahren durch dieselben boykottiert, mit Gerichtsprozessen überzogen, durch Abmahnungen mundtot gemacht und finanziell so weit ruiniert, dass ich kurz davor bin meinen Blog http://www.barth-engelbart.de einstellen zu müssen. Einzelne Landesverbände der RLS setzen Veranstalter unter Druck, wenn sie mich engagieren mit dem Argumant, ich sei Antisemit, weil ich israelische Kriegsverbrechen öffentlich anprangere. Das alles hat dazu geführt, dass ich begonnen hatte zu resignieren. Dein mutiger Auftritt im Bundestag hat mir wieder Mut gemacht und mir aufgezeigt, dass es doch noch nicht zu spät ist, um die LINKE zu kämpfen.

  17. Was ist mit der Partei die Linke los? ich habe sie gewählt,weil ich dachte,die Linken sind in jedem Fall gegen Krieg und Faschismus.Ich habe sie gewählt,weil ich dachte ,sie setzen sich für Tier-und Naturschutz ein .Wie konnten Sie als linke Umweltministerin Frau Anita Tack dem Investor Harri van Gennip den Bau einer Schweinemastanlage für36000Tiere inHaßleben genehmigen.?Wie konnten die Linken in Brandenburg derEvakuierung von Dörfern für den Braunkohletagebau zu gunsten des Konzerns Wattenfall zustimmen? Ich dachte ,die Linke setzt sich für den Atomausstieg ein und für erneuerbare Energien. Bei soviel Enttäuschung,wie soll man da besonders in Brandenburg nicht wahlverdrossen werden? Ist da eine wahrhaftige ehrliche Oposition nicht glaubhafter als eine um Mitregierung bemühte Partei,die bereit ist Kompromisse zu machen?Nie wieder Krig nie wieder Faschismus haben wir uns das nicht geschworen ? Sollten wir das 100Jahre nach dem1. und 75 Jahre nach dem2. Weltkrieg nicht als wichtigstes und wesentliches Ziel einer linken Politik immer und in jedem Fall vertreten?

    Johanna Arndt

  18. Ich warte jetzt noch auf die UN-mandatierte Entsendung von Bundeswehr-Friedenstruppen in die Ukraine mit Zustimmung aus den oberen Etagen der LINKEn, als Ergänzung zur Zustimmung zur Entsendung von deutschen Fregatten zur Bekämpfung der Piraterie oder zur Schaffung einer Flugverbotszone über Lybien, Mali, Syrien, usw….

  19. Liebe Sevim Dagdelen,

    Sie haben vielleicht gar nicht damit gerechnet, dass etwas unter Linken so Selbstverständliches wie ein bekanntes Brecht-Zitat so viel Empörung auslösen könnte, nicht nur bei unserer Obrigkeit und Co., sondern sogar bei Ihren eigenen Mitstreitern. Die ganze organisierte Rotte der Russenfresser wurde ins Mark getroffen, und das war Ihren opportunistischen Anstands-Wauwaus denn doch zuviel: So etwas tut man nicht! Deren Haltung hat mich nicht überrascht, nicht nach Gysis Statement, in dem er seine „Neutralität“ in der Ukraine-Frage erklärte.
    Passt ins Bild, das ich mir schon lange vom opportunistischen Teil der Linken mache – obwohl ich mir auch über die gesamte Partei keinerlei Illusionen mache.

    Ich habe am nächsten Tag gleich morgens auf der Webseite der Partei meinen Protest gegen Ihre würdelose Behandlung durch die Parteispitzen erklärt. Eine Antwort habe ich bisher nicht erhalten. Dass sie mich interessiert hätte, darf angenommen werden.

    Bleiben Sie weiterhin auf Kurs. Sie sollen wissen, dass Sie nicht allein sind.

    Ich grüße Sie. Hannelore Blättermann

  20. Ich unterzeichne diesen Aufruf, weil Sevim Dagdelen ihre Kontrahentin, Frau Göring-Eckart, eben nicht eine Verbrecherin genannt hat. Das Brecht-Zitat wurde von ihr nicht zu einer der beiden Alternativen „Dummkopf“ oder „Verbrecher“ aufgelöst. Das hat Frau Göring-Eckart selbst getan, indem sie sich als Verbrecherin denunziert fühlte. Damit gibt sie zu, dass sie über die wahren Ereignisse in der Ukraine Bescheid weiß. Sie hätte sich ja auch darüber aufregen können, dass sie von Dagdelen als Dummkopf gescholten wurde. Das hat sie aber nicht getan. Hier gilt das alte Sprichwort: Wem der Schuh passt, der zieht ihn sich an.
    Das Brecht-Zitat dient nun mal der Polarisierung innerhalb eines politischen Disputs. Es gibt gewiss auch Zwischentöne, aber die wollte Frau Göring-Eckhard in ihrer Antipathie gegen Russland und alle Linken nicht wahrnehmen. Sie selbst hat damit die Brechtsche Polarisierung für eigene politische Zwecke instrumentalisiert. Das ist mindestens genauso fragwürdig wie die Verwendung des inkriminierten Brecht-Zitates durch Sevim Dagdelen.

  21. Es charakterisiert in erschreckender Weise den Zustand der „Linken“ wenn sich ihre Vorsitzenden zur Distanzierung von Bertolt Brecht gezwungen sehen, um „mainstreamkompatibel“ zu sein. Frau Dagdelen hat ohne Einschränkung recht, Frau Göhring-Eckardt hat sich die Jacke angezogen, die ihr passt, der Volksmund sagt auch: „Getroffene Hunde bellen“. Es ist in der Debatte üblich, vermeintliche oder echte Formfehler hoch zu spielen, um sich vor der inhaltlichen Auseinandersetzung zu drücken. Gysi und Riexinger und Kipping sollen sich für ihren Opportunismus schämen.

  22. Roland Winkler 25.06.14

    Brünlasberg 29

    08280 Aue

    Liebe FreundeInnen,liebe MitunterzeichnerInnen ,

    der deutsche Außenminister stellt sich als Manager des Friedens dar,Poroschenko brilliert mit Friedensplan und Russland und Putin sind die Agressoren , denen ist nicht zu trauen , sie lügen nur. So einfach strickt man sich die erwünschte Welt , verschweig sie sich zurecht .Stand am Beginn mit dem Maidan und westlichen Separatisten nicht klar und deutlich fest , dass blutiger Konflikt drohe , wenn Bevölkerungsteile entmündigt werden und ihre Interessen nicht gehört werden , sie von allem ausgegrenzt werden? Das haben alle gewußt und riskiert!Die Kriegsregionen des Nahen Ostens sind Lehrbeispiel,wie Frieden nicht erreicht wird.

    Ist die Ukraine nicht klarer Beweis , dass es um Ausdehnung des Einflußbereichs der NATO geht? Insofern ist jeder Friedenswille der westlichen Seite pure Heuchelei.Es besteht Interesse am Konflikt.Wer glaubt , selbst wenn die Ukraine zu friedlicher Lösung kommt,dass dann nicht weiter schon benannte angrenzende Länder an Russland ebenfalls in Konflikte gebracht werden ?Wie kann der Eindruck erweckt werden , mit dem Milliardär und Oligarchen Poroschenko sei nun die Regierung da,die die Demonstranten des Maidan ,das Volk der Ukraine , deren Interesse verkörpere? Wer kann das glauben ?Wie glaubhaft ist es , die russische Seite verbreite nur Lügen , die westliche Seite die reinste Wahrheit,,verschweige nichts und sehe nichts einseitig,verharmlose nichts?Wahrlich namhaftere , politisch erfahrene Friedensbewegte und Antifaschisten übertreiben in keiner Weise die faschistsichen Gefahren in der Ukraine , die übrigens in ganz Europa samt Deutschland seit Jahren immer größer werden. Warum werden eine Reihe mörderischer Taten der Swoboda-Anhänger,des Rechten Sektors geleugnet , die erwiesen sind? Die grausamen Morde am Gewerkschafthaus Odessas ist nicht nennenswert.Der Aufruf zu Mord und Totschlag an Russen und Juden soll unerheblich sein ? Worüber wurde sich schon bei geringster Israelkritik empört? Viele Tausende Flüchtlinge nach Russland und wenige in die Westukraine darf es nicht geben.Verfolgung und die Absicht Lager einzurichten , alles nicht wahr , obwohl verkündet.Wirtschaftliche Interessen an der Ukraine , der USA und des Sohnes von Biden, alles erlogen?Da soll es eine Beleidigung sein mit dem Brecht-Zitat zu antworten , auf ein lächerliches Argument gegen alles das , was in dem Lande vorgeht? Wenn dem so ist , dann sollten wir wissen wo wir stehen ,leben und was die Perspektiven sind. Moral,Menschenrechtsfloskeln u.dgl haben noch nie einen Krieg ,Verbrechen an der Menschheit verhindert.„Wo der Klassenkampf als unliebsame `rohe`Erscheinung auf die Seite geschoben wird,da bleibt als Basis des Sozialismus nichts als `wahre Menschenliebe`und leere Redensarten von `Gerechtigkeit`“Zirkularbrief von Marx und Engels an Bebel,Liebknecht und Bracke 1879 Je mehr die Wahrheit zutage tritt , nicht zu leugnen ist , umso mehr entfernt sich die sogenannte Linke davon. Wir entschuldigen uns bei ausgewiesenen Kriegstreibern.Wo sind wir angekommen? Wo kommen wir noch hin ?

    Roland Winkler

  23. Genossin Dagdelen findet meine volle Unterstützung. Ich bewunder besonders ihren Mut. Einige Genossen aus dem Vorstand der Linken sollten mal ihr eigen Position überprüfen und sich Fragen wie stehen wir zu unsere Parteiprogramm und seine kompromislose durchsetzung.

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